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Marburger Konzentrationstraining

Ursprünglich wurde das MKT als Gruppentraining von dem Schulpsychologen D.Krowatschek für Kinder der 1.-6. Klasse entwickelt, später für Vorschulkinder erweitert. Es lässt sich in abgewandelter Form auch im Einzeltraining einsetzen.

Im Vordergrund des Trainings steht, den Arbeitsstil von Kindern mit Konzentrationsschwierigkeiten grundlegend zu ändern. Oftmals geraten sie in einen "Teufelskreis", den es zu unterbrechen gilt.

Leo (9 Jahre) zeigt starke Probleme bei konzentrativen Anforderungen. Er lässt sich schnell ablenken, trödelt oder träumt. Aufgabenstellungen liest er nur flüchtig, beachtet Teilschritte nicht, was eine fehlerhafte Aufgabenbearbeitung nach sich zieht. Schlechte Noten, Kritik und Frustration sind häufige Begleiter seines Schulalltages, Lob und Erfolgs­erlebnisse sind eher selten. Leo erzählt, daß er die Aufgabe sowieso nicht richtig lösen wird, zeigt eine "Null-Bock-Haltung". Es hat sich bereits manifestiert, dass er Aufgaben nur unbefriedigend bearbeiten kann. Motivation und Selbstvertrauen haben sich mit der Zeit immer mehr verringert. Er lehnt Aufgaben mehr und mehr schon im Vorhinein ab. In Hausaufgabensituationen berichtet die Mutter, daß er bereits bei kleinen Mißerfolgen abbricht, frustriert ist und ihre Hilfe einfordert oder verweigert. Hausaufgabensituationen werden zu nervenraubenden Anstrengungen für Kind und Mutter, eine emotionale Belastung für beide und Leos Flüchtigkeitsfehler nehmen zu. Der Teufels­kreis hat sich geschlossen.

Im MKT lernen die Kinder verschiedene Vorgehensweisen, wie sie am optimalsten an die Lösung einer Aufgabe herangehen können.

Ziele des Trainings

  • Anwendung von Selbstinstruktionen
  • Änderung des Arbeitsstiles
  • Erlernen von Entspannungsübungen
  • Verbesserung der Sinneswahrnehmung
  • Konstruktiver Umgang mit Fehlern
  • Förderung selbständigen Arbeitens